Sonntag, 23. November 2008

Der Auto Club Europa (ACE) fürchtet, dass es infolge von Dauerfrost bei Autobatterien zu einem Massensterben kommen könnte. Verantwortlich dafür seien jene Autofahrer, die sich aus purer Bequemlichkeit und falscher Sparsamkeit nicht hinreichend um den Zustand des Energieversorgers in ihrem Fahrzeug kümmerten.

Viele Fahrer führen durch Nachlässigkeit den Kältetod der Autobatterie selbst herbei. Statt mit dem Eiskratzer für freie Sicht auch durch die Heckscheibe zu sorgen, drückten sie viel lieber den Knopf für die Heckscheibenheizung. Der Energieverbrauch hierfür und für andere „Energiefresser“ wie Sitzheizungen und Gebläse sei jedoch enorm, betonen die ACE-Technikexperten. Nach deren Angaben beträgt die Leistung einer Autoheckscheibenheizung rund 100 Watt. Für die im Winter schon arg strapazierte Batterie stelle dies eine weitere hohe Belastung dar, die allein durch die Wiederaufladung der Lichtmaschine nicht kompensiert werden könne. Der ACE empfahl, das Eis nicht einfach weg zu heizen, sondern per Eiskratzer zu entfernen. Auch sollte die Einschaltdauer der Scheibenheizung nur kurz sein, falls nicht ohnehin eine automatische Abschaltung erfolge. Die Heckscheibenheizung eigne sich am besten dafür, Sicht behinderndes Kondenswasser verdunsten zu lassen, nicht aber dazu, Eis aufzutauen, betonte der ACE.

Der Club empfahl, die Leistungsfähigkeit der Batterie spätestens nach vier Jahren Einsatz nicht nur auf ihren Ladezustand, sondern auch auf ihre Speicherkapazität überprüfen zu lassen. „Schwächelnde“ alte Batterien lassen sich laut ACE mit traditioneller Starthilfe nur selten über den ganzen Winter retten. Der ACE hat in der vergangenen Wintersaison nahezu 38.000 Mal Pannenhilfe geleistet. In über 31 Prozent der Fälle lag die Pannenursache an einer „abgestorbenen“ Batterie, merkte der Club an.

Wenn winterliche Minustemperaturen auf „müde“ Autobatterien treffen, springt so manches Auto nicht mehr an. Meist ist dann Starthilfe notwendig. Dabei können allerdings Fehler unterlaufen, warnt der ACE. Wer sich nicht an die Regeln halte oder ein unpassendes Starthilfekabel benutze, riskiere Spannungsspitzen in der Bordelektronik. Teure Reparaturen seien nicht selten die Folge.

Zur richtigen Starthilfe müssen laut ACE folgende Schritte beachtet werden: Erstens muss der Motor des Autos, von dem aus Starthilfe geleistet wird, laufen.
Als zweiter Schritt wird dort das rote Starthilfekabel an den Pluspol (+) geklemmt.
Drittens wird das freie Ende an den Pluspol (+) der leeren Batterie geklemmt.
Im vierten Schritt wird das schwarze Kabel an den Minuspol (-) der Batterie des Spenderautos geklemmt.
Im fünften Schritt kommt dann das freie Ende des Kabels an die so genannte Masse, das heißt, an ein Metallteil der Karosserie im Bereich des Motorraumes. Im sechsten Schritt erfolgt der Startversuch: Auskuppeln, Handbremse anziehen, Zündschlüssel drehen und bei erfolgreichem Start des Motors gleich das Licht einschalten, um Spannungsspitzen zu vermeiden.  Zuletzt wird das Starthilfekabel wieder demontiert – und zwar erst das schwarze und dann das rote Kabel lösen, wobei die Demontage der Klemmen zuerst am Strom spendenden Auto vorgenommen wird.

Foto: ADAC



Dienstag, 17. Juni 2008

Das Fahren mit einem Caravan muss geübt werden. Bremsen, Kurvenfahren, Rangieren, das muss einfach sitzen und vom Fahrer beherrscht werden. Viele Fragen sind zu beantworten, bevor man den Anhänger oder Caravan an den Haken nimmt. Auch wer mit dem Gespann bereits Erfahrung hat und noch sicherer fahren lernen will, ist bei einem Sicherheitstraining für Caravanfahrer richtig.

Das Sicherheitstraining wird mit maximal zwölf Teilnehmern ganztägig (etwa 8 Stunden) auf einem abgesperrten Platz ausgeführt. Die Teilnehmer fahren mit Ihrem eigenen Pkw und Caravan.

Der Trainingspreis beträgt 108 Euro pro Teilnehmer, mit Partner 162 Euro. ACE-Mitglieder zahlen 77 Euro (115,50 Euro). Für betriebliche Veranstaltungen gelten besondere Vereinbarungen. Im Preis inbegriffen ist eine Vollkaskoversicherung mit 150 Euro Selbstbeteiligung.

Das nächste Sicerheitstraining findet am 27. Juli im ACE-Verkehrsgarten in Calau statt. Weitere Informationen gibt es im Netz.



Freitag, 21. März 2008

Es trifft imer den Falschen. Diese Weisheit stimmt offenbar beim Thema Benzinpreis. Unter dem Eindruck wachsender Kritik an unaufhörlich steigenden Kraftstoffpreisen sorgt sich das Tankstellengewerbe offenbar um das Wohl seines Personals. „Jetzt werden gerne Schuldige gesucht und die verbal Angegriffenen sind unsere Leute. Sie müssen die ganze Wut der Autofahrer aushalten“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Freier Tankstellen (bft), Axel Graf Bülow. Er hoffe sehr, der Zorn lasse sich im Zaum halten.

In einem Gespräch mit dem Auto Club Europa (ACE) wies Graf Bülow zugleich den Vorwurf der Preistreiberei zurück. „Autofahren ist teuer und nicht mehr spaßig. Es ist aber auch gar nicht mehr spaßig, Benzin zu verkaufen“. Verantwortlich für diese Entwicklung seien in erster Linie die von Spekulationen angeheizten hohen Rohölpreise und die hohen Steuern auf Mineralölprodukte. „Der Fiskus gewinnt immer“, sagte Graf Bülow.

Nach seinen Worten wirken die Freien Tankstellen in Deutschland trotz einer „schlechten Verdienstspanne“ nach wie vor als „Preiskorrektiv im Markt der Multis. Auf diesem Gebiet tun wir alles, was uns betriebswirtschaftlich noch möglich ist“, betonte Graf Bülow. Die Existenz der Freien Tankstellen liege im besonderen Interesse der Verbraucher und sie sei wichtig für den Wettbewerb.

Der ACE zeigte sich zudem besorgt, dass die bereits auf hohem Niveau befindlichen Preise für Diesel und Benzin „in galoppierendem Tempo weiter steigen“ könnten. Allein im Januar und Februar hätten sich die Preise an den Zapfsäulen im Schnitt um rund 12,5 Prozent gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten verteuert. Damit sei der Preisanstieg bei Kraftstoffen mehr als vier Mal so hoch ausgefallen wie der durchschnittliche Anstieg aller Verbraucherpreise.



Montag, 17. März 2008

Das Osterwochenende naht und so werden die Stimmen derer lauter, die vor einer Erhöhung der Benzinpreise warnen, mit der die reiselustigen Deutschen abgezockt werden sollen. Rainer Hillgärtner, Sprecher des Auto Club Europa, sagte jüngst: „Die Tankstellenbetreiber sollten dieser Versuchung besser widerstehen.“ Nicht jeder neue Preissprung an den Zapfsäulen vor Ort lasse sich mit den massiv gestiegenen Ölpreisen auf den Weltmärkten rechtfertigen.

Der ACE-Sprecher forderte die Kartellbehörde zugleich auf, gegen den „kollektiven Preiswucher“ an den Tankstellen einzuschreiten. Es heiße immer, ein förmliches Verfahren werde dann eingeleitet, wenn es konkrete, hinreichende und gerichtsfeste Verdachtsmomente auf verbotene Absprachen der Mineralölkonzerne gebe. „Diese Floskeln kennen wir schon zu genüge. Sie taugen nicht mal mehr zum Trost“, kritisierte Hillgärtner. Jetzt sei Zeit zum Handeln.

Nach Darstellung des ACE-Sprechers beherrschen nur noch wenige Mineralölkonzerne mit ihren Tankstellenketten nahezu den gesamten Markt, während freie Tankstellen mit ihren etwas günstigeren Preisen nur noch einen Marktanteil von knapp zehn Prozent innehätten. Sie könnten deshalb immer weniger als Preiskorrektiv wirken.



Freitag, 1. Februar 2008

Die Statistik ist erfreulich, weniger Menschen starben im vergangenen Jahr auf Deutschlands Straßen. Nach Ansicht des Auto Club Europa nehme der Rückgang der Zahl der Verkehrstoten aber keineswegs den Handlungsdruck für weitere Maßnahmen auf dem Gebiet der Unfallverhtung. „Wir verdanken de jüngste positive Entwicklung nicht allein den Fortschritten in der allgemeinen Verkehrssicherheit, sondern vor allem den optimierten Rettungsdiensten und den Innovationen im Bereich der Unfallmedizin“, so ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner.

So sollten beispielsweise alle Neuwagen unabhängig von ihrer Klasse serienmäßig mit elektronischen Stabilitätsssicherheitsprogrammen (ESP) ausgerüstet werden. Der ACE fordert außerdem, Lkws mit sensorischen gesteuerten Notbremsen zu versehen, um folgenschwere Auffahrunfälle unterbinden zu können. „Ansonsten brauchen wir eine Unfallverhütungsstrategie unter anderem zur Entschleunigung des Verkehrs durch moderne Steuerungstechnik“, so der Sprecher.

Um die Zahl der Verkehrstoten weiter zu verringern, setzt der Club auch auf die baldige Einführung des so genannten E-Calls. Das System löse zum Zeitpunkt des Unfalls die Alarmierung der Rettungsstelle automatisch aus und sorge für die unmittelbare Ortung der Unfallstelle.



Sonntag, 16. Dezember 2007

Autofahrer müssen im kommenden Jahr voraussichtlich erneut tiefer in die Tasche greifen. Das prognostiziert der Auto Club Europa (ACE) in einer Pressemitteilung. Schuld daran seien nicht nur die von Experten angekündigten höheren Kraftstoffpreise, sondern auch die bis zu zwölf Prozent teurer werdenden TÜV-Gebühren. Der ACE mahnte Politik, Mineralölwirtschaft und Kfz-Gewerbe zu mehr Preisdisziplin.

Seit 2005 seien die Kosten für Verkehrsteilnehmer unterm Strich um mehr als sieben Prozent gestiegen. Das sei mehr als das Doppelte als die normalen Lebenshaltungskosten, so der ACE mit Verweis auf den von ihm erstellten Mobilitätskostenindex. Der Club veröffentlichte zudem einen Katalog mit den Neuerungen für 2008. Einige dürften für Zündstoff sorgen.

So sollen Fehler im Straßenverkehr künftig fast das Doppelte kosten. Mit den ersten Umweltzonen müssten sich zumindest Städter die ersten Feinstaubplaketten besorgen. Gleichzeitig lasse die Politik bei der Pendlerpauschale nicht locker. Anfang des neuen Jahres trete auch die nächste Stufe der Erhöhung der Biodieselsteuer in Kraft. Schritt für Schritt erhöht werde zugleich die Biobeimischung von fünf auf zehn Prozent. Besser gestellt würden immerhin Verkehrsopfer und auch das neue Versicherungsrecht stärkt laut ACE die Verkehrsteilnehmer.