Dienstag, 2. Dezember 2008

In Europa gibt es pro Jahr mehr als eine Million Halswirbelsäulenschäden bei Pkw Unfällen. Schuld sind häufig mangelhafte Kopfstützen. Deshalb wurde jetzt – unter Federführung des ADAC – ein neues, europäisches Testverfahren entwickelt, das die langjährigen Forderungen des Automobilclubs umsetzt. Wie wichtig das neue Testverfahren ist, das künftig in die Bewertung des Insassenschutzes des Euro NCAP Tests einfließt, zeigt der aktuelle ADAC-Kopfstützentest. Nur fünf von 25 Modellen schnitten mit „gut“ ab. Der Audi A4, der Opel Insignia, der neue VW Golf, der Alfa Mito und der Volvo XC 60. Acht Modelle erhielten ein schlechtes Ergebnis, zwölf schafften ein „befriedigend“.

Dass auch Neuentwicklungen nicht immer zu Verbesserungen bei der Rückhaltefunktion von Sitz und Kopfstütze führen, zeigen die Lösungen beim BMW X3 oder bei der Mercedes M-Klasse. Hier soll aufwändige Technik der Überdehnung der Halswirbelsäule entgegenwirken. Im Test landen diese Sitze aber nur im Mittelfeld. Er zeigt, dass die Geometrie der Kopfstützen Grundlage positiver Ergebnisse ist. Erst durch Abstimmung des gesamten Sitzsystems werden Verletzungsrisiken bei Heckkollisionen reduziert.

Hinweis für Verbraucher: Sitzlehnen sollten möglichst steil eingestellt werden. Die Kopfstütze sollte so weit herausgezogen werden, dass die Oberkante auf Höhe des Kopfscheitels oder leicht darüber liegt. Der Abstand vom Hinterkopf zur Kopfstütze sollte möglichst gering sein. Beim Heckaufprall ist es von Vorteil, wenn Oberkörper und Kopf nahe an der Lehne bzw. Kopfstütze liegen, somit wird einer Überstreckung und Verschiebung im Nackenbereich entgegengewirkt.



Montag, 2. Juni 2008

Moderne Antischlingersysteme erhöhen die Sicherheit beim Fahren eines Caravans. Zu diesem Ergebnis kommen die Testfahrer der niederländischen und der deutschen Caravan-Zeitschriften KCK und Caravaning. Die Sassenberger Caravan Hersteller LMC und TEC produzieren ihre Caravans auf den beiden Caravan Chassis von ALKO und BPW. Da beide in der neuen Saison die Antischlingersysteme der jeweiligen Chassishersteller entweder schon einsetzen oder einsetzen wollen, bot es sich an, die beiden Systeme auf zwei vergleichbaren Caravans zu testen.

Ein LMC Münsterland 495 E mit dem ATC von ALKO und ein TEC Travel King 510 TE mit dem ITC von BPW ausgerüstet, machten sich auf den Weg nach Lelystad in die Niederlande, wo der ANWB eine Hochgeschwindigkeits-Teststrecke unterhält. Trotz der teilweise widrigen Wetterverhältnisse (Regen, starker Wind) wurden die Testfahrten mit erstaunlicher Präzision und teilweise spektakulären Schleudertests durchgeführt.

Bei Versuchen zur kritischen Ausweichsituation, dem bekannten Elchtest nachempfunden, wird das Gespann bei hoher Geschwindigkeit um ein imaginäres Hindernis herumgelenkt (doppelter Spurwechsel). Hier produzieren Fahrer und Gespanne spektakuläre Aktionen. Bei ständig steigender Geschwindigkeit wird der Versuch gefahren. Ab Tempo 80 fangen der Caravan und das Zugfahrzeug an zu driften. Doch auch hier helfen die Systeme, durch Einsetzen der Bremskraft beim ersten Einlenken den Kurs zu halten.

Fazit der Testfahrer: Beide Systeme sind ein Plus an Sicherheit für den Caravanfahrer und daher zu empfehlen. LMC und TEC bieten Ihren Kunden in diesem Jahr bereits in den Sondermodellen Ambassador und Tour das ATC System von ALKO serienmäßig an. Das System IDC von BPW kommt neu auf den Markt und wird ab dem neuen Modelljahr 2009 angeboten.

Foto: LMC



Mittwoch, 9. April 2008

Die Fachzeitschrift Caravaning hat bei ihrer Wahl zum Caravan des Jahres nicht nur die besten Wohnwagen in sechs Klassen von den Leicht- und Kompakt- bis zu den Multifunktionscaravans küren lassen, sondern auch die besten Zubehörfirmen. In der Produktkategorie der Mover ging die Firma Truma als klarer Sieger hervor. Ihr Rangiersystem Mover SE ließ die Konkurrenz weit hinter sich.

Der SE ist die Luxusvariante unter den Rangiersystemen – mit elektrischem Anschwenken und Durasoft-Antrieb. Mit ihm können alle einachsigen Caravans und Anhänger mit einem Gesamtgewicht bis zu 1.800 Kilogramm einfach per Knopfdruck bewegt werden.

Die Liste seiner Vorteile ist lang. Neben dem elektrischen An- und Abschwenken der Antriebsrollen auf Knopfdruck und dem Durasoft-Antrieb für ruckfreies Anfahren und Anhalten ist er mit nur 33 Kilogramm bis zu 15 Prozent leichter als vergleichbare Rangiersysteme. Er ermöglicht eine sichere und komfortable Handhabung über eine ergonomisch geformte Funk-Fernbedienung und die neuartige Steuerung sendet und empfängt auf 868 MHz für eine sehr stabile Funkverbindung-

Zudem ist einsicheres Halten an Gefällen (25 Prozent bei 1.200 kg) und das Drehen des Caravans um die eigene Achse kein Problem. Er hat keine tief liegenden Teile, dadurch ist eine optimale Bodenfreiheit gegeben
die Motoren sind unmittelbar vor oder hinter der Achse angeordnet. Alle Bauteile des Movers sind zudem gegen Spritzwasser und Korrosion geschützt.

Eine im Lieferumfang enthaltene Sicherheitssteckdose (13-polig) verhindert ein unbeabsichtigtes Anschwenken des Mover SE während der Fahrt. Der Mover SE ist passend für nahezu alle einachsigen Chassis und kann einfach montiert werden – ohne Bohren oder Schweißen am Rahmen.

Foto: Truma