Mittwoch, 2. Juli 2008

Die Frage war: Wie viele Caravans kann ein Auto auf einmal ziehen? Der Holländer Ad Dekkers hat vor zwei Jahren 15 aneinander gehängte Caravans geschafft. Dann gab die Kupplung seines Kleinwagens den Geist auf. Trotzdem brachte es ihm einen Eintrag in das Guinness Buch der Rekorde. Nun wollte ihm der Kölner Jan Pollnow den Titel streitig machen.

Auf einer gesperrten Straße vor dem Dethleffs-Werk ließ er 16 Dethleffs-Camper mit Spezialvorrichtungen aneinander hängen. Jedes der Fahrzeuge wog über 1100 Kilogramm. Um den Rekord zu knacken, musste er die 16 Fahrzeuge mit seinem kleinen Toyota Auris über eine Strecke von einhundert Metern ziehen. Wenn der letzte Wohnwagen über die Ziellinie rollt, dann ist der Rekord geknackt.

Dethleffs hat speziell für diesen Rekordversuch Anhänger- kupplungen für die Camper-Modelle gebaut und mit Personal sowie Fahrzeugen dieses Vorhaben, das von der Fernsehsendung Galileo gefilmt wurde, unterstützt. Das Duell Deutschland gegen Holland ging gut für Deutschland aus: Am Ende überrollen alle 16 Dethleffs Caravans die Ziellinie. Leider konnte Ad Dekkers diesen Rekord nicht mehr übertrumpfen, da die Anhängerkupplungen durch die Bremskraft dem Druck nicht mehr Stand halten konnten und sich bei zehn Fahrzeugen verbogen haben. Einen Weltrekord hat es aber doch gegeben und bis zum nächsten Versuch heißt der Rekordhalter Jan Pollnow. Wer den Rekord sehen will, kann dies in den nächsten Wochen bei Galileo (ProSieben) tun.

Foto: Dethleffs



Dienstag, 5. Februar 2008

Ein Auto ohne Autoradio ist schier unvorstellbar. Unterhaltung, Musik und nicht zuletzt Informationen zum Verkehrsgeschehen machen es zu einem unverzichtbaren Zubehör. Als mit einmal mein Autoradio geklaut wurde, hing ich mir ein Duschradio an den Innenspiegel, um nicht ganz auf die Geräuschlisse verzichten zu müssen. Vor 75 Jahren, im Februar 1933, wurde erstmals ein Autoradio auf der Berliner Autoausstellung präsentiert.

Die Entwicklung vom Luxusartikel, der etwa ein Drittel des Preises eines Autos kostete, zum erschwinglichen Standardzubehör, an dem nur noch die Fülle der High-Tech-Features luxuriös zu nenen ist, setzte allerdings erst in den 60er Jahren ein. Eine entscheidende Rolle spielte bei der Einführung des Autoradios die Traditionsfirma Blaupunkt. Das erste Radio war fernbedienbar, aber für die meisten Menschen auch weit entfernt.

Für die etwa 400 produzierten „Super 5“ nahm die Werbung die oberen Zehntausend ins Visier. In den 50er Jahren begann die Massenmotorisierung und mit ihr kamen das erste UKW-Autoradio und Dutzende Gerätevarianten auf den Markt. Aus dem Luxus-Accessoire wurde der „liebste Autokamerad“. Bis 1959 hatte die Firma erst eine Million Autoradios verkauft, heute ist das 100-millionste Autoradio schon längst eingebaut worden.



Dienstag, 20. November 2007

Die Freizeit AG Celle kann eine weitere prominente Persönlichkeit zu ihrem Kundenstamm zählen. Sie lieferte einen Tabbert Da Vinci 700 MD an Circus-Chefin Rebecca Siemoneit-Barum aus. Ist der Name schon prominent genug, so ist sie wohl am bekanntesten durch ihre Rolle als Iffi Zenker in der „Lindenstraße“.

„Wir leben neun Monate im Caravan und legen daher sehr viel Wert auf einen geräumigen und komfortablen Wohnwagen“, sagte die Schauspielerin. Und den bekam sie. Der fast zehn Meter lange Wohnwagen wurde mit einer Fußbodenheizung, einer Klimaanlage, einem elektrisch betriebenen Rangierantrieb, elektrisch betriebenen Hubstützen, einem Autark-Paket, Gasboiler, Mikrowelle und einem großen Wassertank mit Stadtwasser ausgestattet.

Da die Freizeit AG an 15 Standorten in ganz Deutschland vertreten ist, wird die schauspielernde Zirkuschefin auch auf den Gastspielreisen einen Service-Partner in der Nähe haben.



Dienstag, 13. November 2007

1976 ist die Caravans International das größte an der Londoner Börse notierte Caravan-Unternehmen. Es ist auch in Italien mit einem Geschäftssitz in Varedo bei Mailand vertreten. Der erste hergestellte Caravan stellt eine regelrechte Revolution dar. Es handelt sich um die grünen Caravans, die Pfefferminzbonbons, wie sie von den damaligen Händlern genannt werden. Ein Wohnwagen für alle, der Wärme und Reiselust ausdrückt.

Mit dem populären Produkt gelingt es Caravans International einen nicht unbedeutenden Marktanteil zu erobern. Die Firma macht bei den Kunden mit einem kommunikativen und ansprechenden Image Punkte. 1978 beginnt die Produktion von Motor-Caravans für verschiedene Zielgruppen und mit interessanten Neuerungen vor allem bei der Innenausstattung.

1983 wird offiziell die italienische Caravans International ins Leben gerufen, als Pierlugi Alinari die italienische Filiale mit Produktionssitz in Linari übernimmt. In diesem Jahr bringt er zur Wiederbelebung des Unternehmens den berühmten Wohnwagen Zero auf den Markt. Ein äußerst preisgünstiger und somit für eine große Kundenzahl erschwinglicher Wohnwagen. Das Produkt gibt der Marke einen starken Auftrieb. Drei Jahre später beginnt die Produktion des ersten Wohnmobils, das eine neue Ära einläutet. Heute werden von Caravans International keine Wohnwagen, sondern nur noch Wohnmobile wie den Mizar (Foto) mehr produziert.



Samstag, 3. November 2007

Mit dem Royal Hacienda hat der schwedische Hersteller Kabe bereits den längsten Wohnwagen Europas gebaut. Er hat eine Gesamtlänge von 11,2 Metern, ist knapp zwei Meter hoch, 2,35 Metern breit und bietet eine Wohnfläche von 22 Quadratmetern.

Nun haben sich die Schweden wieder etwas Spezielles einfallen lassen: Der Kabe Royal Tower ist ein Wohnwagen mit zwei Etagen. Der 8,2 Meter lange Wagen ist 4,4 Meter hoch. Somit hat auch das obere Stockwerk volle Stehhöhe. Im Erdgeschoss liegen Wohnzimmer, Küche mit Frühstücks-Dinette und Schlafzimmer. Im Obergeschoss befindet sich der Relax-Raum mit L-förmigem Sofa, Barschrank und Weinkühler.

Vor knapp 50 Jahren war an solche Dimensionen noch nicht zu denken.1958 tüftelte Kurt Blomqvist in der heimischen Garage an einem Wohnwagen für den Familienurlaub. Er hatte das Zelten satt. Das erste Modell verkaufte er, doch für die Ferien baute er einen neuen Wagen. Der Leiter der Flugverwaltungsüberwachung in Jönköping hatte praktisch keine Freizeit mehr. Während die Familie verschiedene Campingplätze genoss, baute er in der Garage weiter. Es entstand der Kabe Komet 250, 2,4 Meter lang und 1,8 Meter breit. Die Wurzel für das nach seinen Initialen benannte Unternehmen war gelegt. Noch heute bestimmt der Siebziger dessen Geschicke – als Vorstandsvorsitzender.

Foto: Kabe