Caravaning ist nicht nur in Deutschland äußerst beliebt, sondern auch bei den europäischen Nachbarn. Laut Statistik der European Caravan Federation wurden in der vergangenen Saison in Europa 207.550 Freizeitfahrzeuge zugelassen. Der Gesamtmarkt wuchs damit um zwei Prozent gegenüber der Vorsaison.
Der Markt für Reisemobile wuchs um 2,4 Prozent auf knapp 89.000 neu zugelassene Reisemobile auf Europas Straßen. Zugleich stieg der Absatz von Caravans um 1,7 Prozent auf rund 119.000 Wohnwagen. Motor des Wachstums waren vor allem Großbrittanien und die skandinavischen Länder, Rückgänge gab es in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.
Anders als in Deutschland ist der Caravan in Großbritannien beliebter als das Reisemobil. Mit 34.623 ausgelieferten Wohnwagen gegenüber rund 11.000 Reisemobilen stehen die Briten an der europäischen Spitze. Auf Platz zwei folgt in der Statistik Deutschland mit 20.487 Caravan-Neuzulassungen vor den Niederlanden (15.040).
Foto: Explorer Group
Wintercamping erfreut sich zwar wachsender Beliebtheit, aber es gibt ja auch Caravaner, die ihrem Gefährt eine Pause gönnen. Für sie hält der ADAC Tipps bereit, damit der Wohnwagen gut durch den Winter kommt.
Natürlich sollte der Caravan gewaschen, von innen gesäubert und möglicherweise mit Lackpflegemittel konserviert werden. Lackschäden ausbessern, den Unterboden kontrollieren und rostgefährdete Stellen dabei behandeln. Es ist sinnvoll die Gummidichtungen mit Talg und Paraffin einzuschmieren sowie die Gelenke vom Bremsgestänge und die Scharniere der Kurbelstützen zu fetten.
Vor der Winterpause müssen die Wasserbehälter, Leitungen und Pumpen entleert werden. Auch sollte überprüft werden, ob die Gasflaschen geschlossen sind. Die Zwangsentlüftung soll den ganzen Winter über geöffnet gehalten werden. Gleiches gilt für Türen und Klappen, damit die Luft zirkulieren kann.
Räder und Achsen werden durch das Herunterkurbeln der Stützen entlastet. Dann den Wagen aufbocken und alle vier Wochen die Räder um eine Vierteldrehung bewegen, um Standschäden zu vermeiden. Der Luftdruck sollte um 0,5 bar über dem Normalwert liegen. Den Wohnwagen nur in einem trockenen Raum abstellen, sonst lieber im Freien auf einem geeigneten Stellplatz. Abdeckplanen sind so aufzulegen, dass die Belüftungsöffnungen nicht verdeckt werden.
Sind Schäden am Wohnwagen entstanden, sollten sie sofrt repariert werden. Noch ist der Andrang in den Werkstätten nicht so groß wie im Frühjahr.