Donnerstag, 24. Juli 2008

Mecklenburg-Vorpommern ist beim Camping die Nummer 1 im Norden Deutschlands. Jetzt veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge stellt fast jeder sechste Campingurlauber sein Zelt oder seinen Wohnwagen im Nordosten auf. Zugleich verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern mit nicht einmal halb so vielen Zeltplätzen wie Spitzenreiter Bayern nur wenige Übernachtungen weniger als das süddeutsche Bundesland. „Die Qualität der Plätze in Kombination mit dem Wasserreichtum des Landes ist unser schlagendes Argument“, kommentierte Mathias Löttge, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, die Zahlen.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge entfielen 3,3 Millionen und damit 15,2 Prozent aller 21,9 Millionen Campingübernachtungen im Jahr 2007 auf die Campingplätze zwischen Ostseeküste und Mecklenburgischer Seenplatte. Dahinter folgen Niedersachsen mit 14,0 Prozent und Schleswig-Holstein mit 11,9 Prozent Anteil an den Gesamtübernachtungen. Im Süden Deutschlands liegt Bayern mit 18,5 Prozent vor Baden-Württemberg mit 12,6 Prozent und Rheinland-Pfalz mit 8,1 Prozent. Damit übernachten vier von fünf Campingurlaubern in diesen sechs Bundesländern.

Wie im Gesamttourismus, ist der Abstand zu Bayern auch im Bereich Camping kleiner geworden. So konnte Mecklenburg-Vorpommern bei der Zahl der Campingübernachtungen zwischen 1992 und 2007 von 2,7 auf 3,3 Millionen zulegen. In Bayern hingegen sank die Zahl im gleichen Zeitraum von fast 4,9 Millionen auf vier Millionen im vergangenen Jahr.

Verbandspräsident Löttge rechnet auch in diesem Jahr mit einem guten Ergebnis im Campingtourismus. „Die Signale aus der Branche sind gut. Durch das stabile Wetter hat es in diesem Jahr kaum Stornierungen gegeben“, sagte er. Camping sei ein wichtiger Pfeiler des Tourismus im Land. Immerhin verbringe fast jeder siebte Mecklenburg-Vorpommern-Gast seinen Urlaub auf dem Campingplatz – Dauercamper und Reisemobile noch nicht einmal mitgezählt. In den vergangenen Jahren hat sich nach Worten Löttges vor allem die Angebotsvielfalt der inzwischen 180 Plätze verbessert. Vielerorts wurden neue Spielplätze, Sanitärgebäude, Duschsysteme oder Restaurants gebaut. In Börgerende lockt der erste offizielle Kneipp-Campingplatz Mecklenburg-Vorpommerns. In Groß Quassow in Mecklenburg-Strelitz und in Ueckeritz auf Usedom gibt es Klettergärten, in Prerow moderne Mietzelte mit festem Fußboden und Küche, in Alt Schwerin einen kleinen Schmetterlingsgarten direkt auf dem Platz. Auf 34 Plätzen im Land ist FKK-Campen möglich.

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