Mittwoch, 4. Juni 2008

Der Freizeitfahrzeughersteller Bürstner und der Fensterhersteller Polyplastic BV, Rotterdam, nehmen seit dem vergangenen Jahr eine Sicherheitsaktion zur Überprüfung der Fenster bei Wohnwagen der Baujahre 1998 bis 2000 vor. Im Rahmen ständiger Qualitätskontrollen war festgestellt worden, dass sich unter bestimmten Umständen, wie hoher UV-Einstrahlung die Verbindung zwischen der Innen- und der Außenscheibe lösen kann. Intensive Tests und Untersuchungen durch Sachverständige haben nun ergeben, dass noch weitere Baujahre betroffen sein können. Grund hierfür ist, dass die für den Siebvolldruck im Sei­tenbereich der Fenster verwendete Farbe keine ausreichend hohe UV-Beständigkeit auf­weist.

„Auch wenn sich nach unseren bisherigen Erfahrungen Fensterscheiben nur vereinzelt nach ausreichend langer UV-Bestrahlung und beim Einwirken entsprechender Kräfte gelöst haben, haben wir uns dennoch im Interesse der Sicherheit unserer Kunden und der des Straßenverkehrs dazu entschlossen, vorsorglich alle Fenster mit Siebvolldruck zu überprüfen“, so die Geschäftsführer von Bürstner und Polyplastic, Klaus-Peter Bolz und Jan Peter Veeneman, übereinstimmend.

Bei allen Fahrzeugen werden die Innen- und die Außenscheibe fest mit einer speziell hierfür entwickelten Verschraubung, die kaum auffällt, dauerhaft miteinander verbunden. Jan Peter Veeneman von Polyplastic betont, dass die Nachrüstung mit der Schraubenverbindung den großen Vorteil habe, dass die erforderlichen Arbeiten nur wenig Zeit in Anspruch nehmen und die Kunden deshalb bei ihrem Händler auf die Nachrüstung warten könnten. Betroffen sind Caravans der Baujahre 1998 bis 2005. Bei allen Fahrzeugen, bei denen einzelne Fenster, die sich gelöst hatten, im Rahmen der bisherigen Sicherheitsaktion bereits nachgerüstet worden sind, werden vorsorglich auch noch die Scheibenhälften der übrigen Fenster fest miteinander fixiert.

1 Antwort zu “Fenster unter der Lupe”